Zusammen mit den Verfahrens- und Prozessparametern Temperatur, Mechanik und Zeit ist der Einfluss der Reinigungschemie entscheidend für das Reinigungsergebnis. Profitieren Sie von unserer Expertise im Bereich der industriellen Bauteilreinigung auch bei der Verfahrensentwicklung und Auswahl des passenden Reinigers. Unser Partner WIGOL® W. Stache GmbH mit Sitz in Worms bietet maßgeschneiderte Reinigungs- und Desinfektionslösungen für unterschiedlichste Einsatzgebiete. Mit langjähriger Erfahrung, hoher Qualität und individuellem Service sorgen wir für sichere, effiziente und saubere Prozesse.
Gerade im Bereich Oberflächentechnik hat Wigol moderne und qualitativ hochwertige Reinigungskonzentrate entwickelt, um den Kundenwünschen zu entsprechen und diesen auf bestmöglicher Weise gerecht zu werden.
Aluminium
Aluminium kann grundsätzlich mit sauren, neutralen oder alkalischen Reinigungsmedien behandelt werden. Bei leichten bzw. mittelstarken Verschmutzungen wird bevorzugt mit neutralen oder schwach alkalischen Lösungen gearbeitet.
Führen diese Systeme nicht zum gewünschten Ergebnis, können auch saure oder stärker alkalische Medien eingesetzt werden. Bei alkalischen Reinigern auf Natronlaugebasis ist jedoch der Zusatz geeigneter Inhibitoren zwingend erforderlich, um eine Oberflächenkorrosion des Aluminiums zu verhindern. Silikate übernehmen hierbei eine Schutzfunktion, indem sie sich während des Reinigungsprozesses an der Metalloberfläche adsorbieren und das Material vor Angriffen abschirmen.
Silikathaltige Reiniger besitzen zudem ein hohes Schmutztragevermögen und ermöglichen sehr saubere Oberflächen. Allerdings erfordert ihre Badführung eine erhöhte Aufmerksamkeit, da sonst Ausfällungen von Kieselsäure auftreten können.
Edelstahl und Stahlwerkstoffe
Edelstahl lässt sich in der Regel problemlos mit sauren, neutralen und alkalischen Medien reinigen.
Bei unlegierten bzw. niedrig legierten Stählen ist die Auswahl restriktiver: Saure Reiniger sind ungeeignet, da sie das Grundmaterial angreifen und Korrosion verursachen. Selbst neutrale Medien können in Anwesenheit von Sauerstoff zu Rostbildung führen.
Für diese Werkstoffe wird daher bevorzugt mit mildalkalischen Reinigern gearbeitet, idealerweise ergänzt durch geeignete Korrosionsschutzadditive.
Bei hartnäckigen Öl- und Fettverschmutzungen sind auch stark alkalische Reiniger einsetzbar, da Eisen gegenüber Alkalihydroxiden beständig ist.
Zur temporären Konservierung empfiehlt sich der Zusatz eines wasserlöslichen Korrosionsschutzmittels in der letzten Spülstufe, wodurch nach dem Trocknen ein dünner Schutzfilm entsteht. Die Schutzdauer reicht – abhängig von den Lagerbedingungen – von einigen Wochen bis zu mehreren Monaten.
Buntmetalle und Zink
Aufgrund der Vielzahl an Legierungen, insbesondere bei Messing, existieren keine universell gültigen Reinigungsverfahren. Neutrale Reiniger gelten jedoch als materialverträgliche Standardlösung.
Zink zeigt im alkalischen Bereich bis ca. pH 12,5 eine hohe Stabilität. Bei Zinkdruckguss ist jedoch Vorsicht geboten, da das Legierungsaluminium unter alkalischen Bedingungen angegriffen wird.
Messing wird durch alkalische Medien langfristig geschädigt, da Zink aus der Legierung herausgelöst wird und Kupfer als schwammige Struktur zurückbleibt.
Kupfer ist aufgrund seiner chemischen Eigenschaften gegenüber vielen Medien stabil: Natronlauge greift Kupfer kaum an, und auch Schwefel-, Salz-, Phosphor- sowie organische Säuren verursachen bei Raumtemperatur keine Schäden, sofern kein gelöster Sauerstoff vorhanden ist.
Die Auswahl des Reinigungsprozesses und -chemie hängt daher stets von folgenden Faktoren ab:
Da Reiniger in der Regel aus mehreren Wirkstoffgruppen (z. B. Tenside, Gerüststoffe, Inhibitoren, Stabilisatoren) bestehen, ist die richtige Medienauswahl und Prozessführung entscheidend. Vorversuche sind daher empfehlenswert.
Als Entschäumer werden sowohl Kaltentschäumer als auch spezielle Additive für Spritzreinigungen angeboten. Kaltentschäumer zeigen bereits in starker Verdünnung eine hohe Wirksamkeit, können jedoch bei Anreicherung im Waschbad störende Beläge auf den Werkstücken verursachen. Daher empfiehlt es sich bei auftretenden Schaumproblemen, zunächst die Prozesstemperatur zu erhöhen und gegebenenfalls schaumdämpfende Tensidadditive einzusetzen.
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